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22 Ads und über 100 Videomodule an einem Drehtag - warum ein modulares Storysystem klassische Kampagnen überholt

  • 2. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Ein Blick hinter die Kulissen einer Produktion für Jungheinrich Schweiz. Und ein Gedanke darüber, was Kommunikation heute wirklich braucht.


In den letzten Wochen standen wir wieder auf einem Filmset. Diesmal für Jungheinrich Schweiz - einen Kunden, den wir seit fast zehn Jahren begleiten.

Viele kennen unsere Referenzfilme und die Making-Ofs aus dieser Zusammenarbeit oder unseren die Dokumentation einer Lieferung auf dem Matterhorn.

Die cineastische Image-Reportage einer Gabelstaplerlieferung für Jungheinrich in Zermatt.

Die Coca-Cola Image-Storyworld (Kundenreferenz) für Jungheinrich.

Das Making-of der Image-Storyworld für Jungheinrich und Coca-Cola

Dieses Mal war der Ansatz ein anderer.


Wir haben an einem einzigen Drehtag 22 Ads und über 100 Videomodule, also unzählige Ad-Varianten produziert.


Nicht weil wir auf Masse setzen. Sondern weil wir verstanden haben, was sich verändert hat - und weil wir ein System dafür gebaut haben.


Das Ziel war es ihre Occasionen und Aktionen, sowie ihre Servicepakete in den kommenden Jahren auf Social Media anpreisen zu können.


  • Filmset Jungheinrich Schweiz
  • Am Filmset von CORPMEDIA für Jungheinrich
  • Über 100 Ads an einem Drehtag — Storyworld-Produktion Corpmedia für Jungheinrich
  • Dronenaufnahmen an der Sternsystem Produktion von CORPMEDIA für Jungheinrich

Die alte Logik


Früher produzierte man einen Film. Ein gutes Stück Storytelling, sauber erzählt, schön produziert. Und dann hoffte man, dass dieses eine Stück möglichst lange funktioniert.

Das war nie falsch. Aber es war eine Logik, die davon ausging, dass eine Botschaft in einer Form ausreicht.


Dies ist aber längst nicht mehr der Fall.


Algorithmen brauchen Varianten.

Zielgruppen reagieren auf unterschiedliche Einstiege.

Kampagnen müssen sich permanent anpassen lassen.


Ein einzelner Film kann das nicht leisten - egal wie gut er ist.


Ein modulares Storysystem statt einzelner Filme


Wir denken Kommunikation seit Jahren nicht als Film, sondern als modulares Storysystem aus welchem ein sogenannter «Evergreen Contentpool» daraus entsteht. Wir nennen es eine «Storyworld» ein seit 2013 optimiertes und strukturiertes Erzählsystem aus vier Ebenen:


Hooks: Psychologische Anker, der Aufmerksamkeit weckt.


Bodies: der Kern und Mehrwert der Botschaft.


Call to Actions: der Trigger, damit die Handlung ausgelöst wird.


Tag-Ons: Varianten für unterschiedliche Zielgruppen, Plattformen oder Kontexte.


Wenn man diese Ebenen kombiniert, entstehen aus einem einzigen Drehtag Dutzende oder Hunderte Varianten. Nicht zufällig, sondern als System. Und neue Kombinationen lassen sich danach in weniger als einer Minute mit dem Handy erstellen. So entsteht evergreen Contentpool mit welchem bestehende Kunden seit über 10 Jahren convertieren.


Warum ein modulares Storysystem, wie die Storyworld strategisch entscheidend ist


Viele Unternehmen überlassen die Variantenbildung ihren Performance-Agenturen. Die optimieren dann Kampagnen, aber das Grundmaterial war von Anfang an nicht modular gedacht. Man versucht, aus einem starren Film flexible Kampagnen zu machen. Das ist, als würde man ein Haus umbauen, das keine tragenden Wände an den richtigen Stellen hat.


Wir gehen den umgekehrten Weg. Die Strategie entsteht bereits bei der Produktion. Die Modularität ist kein Nachgedanke, sondern die Architektur.


So wird aus einem Drehtag kein einzelner Film — sondern ein skalierbares Kommunikationssystem, welches Mitarbeitende, Kundinnen aber auch die KI begeistert.


Der Gedanke dahinter


Seit über 18 Jahren arbeite ich an der gleichen Frage: Was soll wirken. Bei wem. Und warum.


Die Medien haben sich verändert. Flash-Banner. Animationsfilme. Corporate Games. Social Media. KI-Content. Aber die Aufgabe blieb immer dieselbe: Klarheit schaffen. Struktur bauen. Wirkung ermöglichen.


Film ist dafür kein Selbstzweck. Er ist ein Werkzeug.


Und wenn man es richtig einsetzt - wenn die Strategie vor dem Storyboard kommt und das System vor dem Schnitt - dann wird aus Content etwas viel Wertvolleres.

Dann wird daraus ein System, das langfristig wirkt.


Und das unterscheidet Produktion von Kommunikation.


Autorenbox: Timo Wäschle ist Kommunikationsstratege, Filmemacher und Gründer der Storytelling-Agentur CORPMEDIA. Seit über 18 Jahren begleitet er Unternehmen dabei, komplexe Botschaften in klare Narrative zu übersetzen und daraus skalierbare Kommunikationssysteme zu entwickeln. → timowaeschle.com


Häufige Fragen zu modularen Storysystemen


Was ist ein Storyworld in der Kommunikation?


Ein Storyworld ist ein modulares Erzählsystem, das eine Kampagne nicht als einzelnen Film denkt, sondern als Kombination aus Hooks, Bodies, Calls to Action und Tag-Ons. Durch die systematische Kombination dieser Bausteine entstehen aus einem einzigen Drehtag Hunderte von Content-Varianten für unterschiedliche Zielgruppen, Plattformen und Kampagnenziele. Das Konzept wurde 2013 von Timo Wäschle und Corpmedia entwickelt und wird seither für Unternehmen wie Jungheinrich, Coca-Cola und weitere Marken eingesetzt.


Wie viele Ads kann man an einem Drehtag produzieren?


Durch den erprobten Prozess, sowie das Assessment. Dadurch lassen sich einem modularen Storyworld-System an einem Drehtag über 350 Contentpieces oder wie hier 100 Ad-Varianten produzieren. Entscheidend ist, dass die Modularität bereits in der strategischen Planung und beim Storyboard angelegt wird, nicht erst im Schnitt. Neue Varianten lassen sich danach in weniger als einer Minute erstellen.


Was ist der Unterschied zwischen einer Kampagne und einem Storysystem?


Eine klassische Kampagne besteht aus wenigen fertigen Stücken (z.B. ein Hauptfilm und ein paar Kürzungen). Ein Storysystem ist eine Architektur, die von Anfang an auf Kombinierbarkeit ausgelegt ist. Der Vorteil: Das Material bleibt über Monate und Jahre hinweg aktuell und anpassbar - ohne neue Produktionen. Aus diesem Grund schwören Kunden wie das Schweizerische Rote Kreuz, die Swisscom oder die PostFinance AG seit über 10 Jahren auf dieses System.


Was bedeutet Wirkungsarchitekt?


Ein Wirkungsarchitekt ist jemand, der Kommunikation nicht als kreatives Produkt versteht, sondern als strategisches System. Timo Wäschle nutzt diesen Begriff, um seine Arbeit zu beschreiben: die Diagnose von Wirkungslücken (der Differenz zwischen Selbstbild und Fremdwahrnehmung) und den systematischen Aufbau einer Kommunikation, die fleisst und nachhaltig wirkt.

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